FAQ ("Häufig gestellte Fragen")

zur Insolvenz der FTI Group

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Insolvenzen von Unternehmen der FTI Group („FAQ“)

Wichtiger Hinweis: Die nachfolgend aufgelisteten Fragen und Antworten dienen der Orientierung. Sie stellen keine rechtsverbindlichen Aussagen dar. Sie richten sich an Verbraucherinnen und Verbraucher, die eine Pauschalreise oder sog. verbundene Reiseleistungen (gemäß § 651w Abs. 3 BGB) bei der FTI Touristik GmbH oder der BigXtra Touristik GmbH gebucht und zum Zeitpunkt der Insolvenz noch nicht angetreten oder noch nicht abgeschlossen haben.

Der DRST sichert seinem gesetzlichen Auftrag gemäß Pauschalreisen und sogenannte verbundene Reiseleistungen ab. Alle bei der FTI Touristik GmbH und der BigXtra Touristik GmbH gebuchten Leistungen dieser Art sind also abgesichert.

Pauschalreisen werden von Reiseanbietern angeboten, die mehrere unterschiedliche Leistungen zu einem Paket schnüren (z.B. Hotel, Flug, Transfer, Reiseleitung) und dieses Paket dann zu einem Gesamtpreis verkaufen. Bereits wenn zwei Hauptleistungen (z. B. Hotel und Flug) als Paket angeboten werden, handelt es sich um eine Pauschalreise. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei Ihrer Reise um eine Pauschalreise handelt, kontaktieren Sie bitte die eigens eingerichtete Servicenummer des DRSF unter +49 (0)30 78954770.

Nein, bei Einzelleistungen wie z. B. einer einzelnen Hotelbuchung handelt es sich nicht um eine über den DRSF abgesicherte Pauschalreise.

Der DRSF wird im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags dafür sorgen, dass geleistete Zahlungen erstattet werden. Er wird sich hierzu mit betroffenen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Verbindung setzen, sobald der von der Insolvenz betroffene Reiseanbieter dem DRSF die dafür erforderlichen Daten zur Verfügung gestellt hat. Eine zeitliche Schätzung, bis wann die anspruchsberechtigten Pauschalreisekunden der FTI Touristik GmbH und der BigXtra Touristik GmbH ihre bis dato gezahlten Anzahlungen zurückerstattet bekommen können, ist derzeit nicht möglich.

Reisende sollten sich unter der Servicenummer des DRSF +49 (0)30 78954770 oder direkt an FTI unter der Hotline-Nummer +49 (0)89710451498 wenden. Auch unsere betreuenden Partner vor Ort können helfen. Der DRSF hat den betroffenen Kunden zudem Kostenübernahmeerklärungen für die Hotelleistungen zur Verfügung gestellt, die Reisende den Hoteliers direkt vorlegen können. Diese sollte sicherstellen, dass Pauschalreisende ihren Urlaub unbeschwert fortsetzen können.

Prinzipiell erstattet der DRSF auch privat geleistete Nachzahlungen, wenn Pauschalreisende damit Zahlungsaufforderungen von Leistungserbringern wie z. B. Hoteliers nachkommen, für die der Reiseveranstalter nicht wie vereinbart bezahlt hat. Wichtig ist, dass Sie die Zahlungen mit den notwendigen Dokumenten nachweisen können. Dafür ist in jedem Einzelfall eine Prüfung notwendig. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine pauschalen Garantien für privat geleistete Nachzahlungen in beliebiger Höhe abgeben können.

Der DRSF arbeitet eng mit dem Krisenstab des Auswärtigen Amtes, dem Reiseveranstalter und den Leistungserbringern vor Ort, zum Beispiel Airlines, Hoteliers und Busunternehmen zusammen, um den betroffenen Pauschalreisenden bestmöglich zu helfen. Ziel des DRSF ist es, dass möglichst viele Betroffene ihren Urlaub fortsetzen können. Prinzipiell gehört aber auch die Rückführung von Reisenden aus ihren Urlaubsorten zum Auftrag des Fonds. Das gilt für alle Reisen, bei denen die Rückreise auch Teil der ursprünglichen Buchung war.

In den ersten Tagen nach Insolvenzanmeldung ging es vor allem darum, den Reisenden Hilfe vor Ort anzubieten, damit der Urlaub wie geplant fortgeführt werden und die Rückreise wie geplant angetreten werden kann. Gleichzeitig ging es darum, an den Stellen, wo die Unterstützung, sei es durch Kostenübernahmen oder andere praktische Hilfe, nicht funktioniert, alternative Lösungen zu entwickeln, damit der Urlaub fortgesetzt werden kann.


Darüber hinaus arbeiten wir weiterhin eng mit dem betroffenen Unternehmen, dem Insolvenzverwalter und weiteren Parteien zusammen, um die Phase der Rückerstattung von Ansprüchen, die durch den DRSF abgesichert sind, vorzubereiten. Wir werden uns hierzu mit betroffenen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Verbindung setzen, sobald der von der Insolvenz betroffene Reiseanbieter dem DRSF die dafür erforderlichen Daten zur Verfügung gestellt hat.

Generell betroffen sind alle bei dem Reiseanbietern FTI Touristik GmbH gebuchten Leistungen. Dies beinhaltet die Marken FTI in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, die Marke 5vorFlug in Deutschland, die BigXtra Touristik GmbH, sowie die Mietfahrzeugs-Marken DriveFTI und Cars and Camper. Die betroffenen Leistungen konnten in gängigen Reisebüros, auf Online-Buchungsplattformen wie Sonnenklar.tv, Check24, Ab-In-den-Urlaub, HolidayCheck, etc. oder auf den FTI-eigenen Buchungsplattformen gebucht werden. Nicht betroffen sind gebuchte Leistungen bei Drittanbietern, wo die FTI Touristik GmbH lediglich als Vermittler aufgetreten ist.

Einzelleistungen fallen nicht unter den gesetzlichen Absicherungsschutz für Pauschalreisen und sind somit nicht durch den DRSF abgesichert. Die FTI Group prüft jedoch derzeit, ob die gebuchten Leistungen dennoch in Anspruch genommen werden können und wird sich in Kürze bei den betroffenen Reisegästen melden.

Einzelleistungen fallen nicht unter den gesetzlichen Absicherungsschutz für Pauschalreisen und sind somit nicht durch den DRSF abgesichert. Die FTI Group prüft jedoch derzeit, ob die gebuchten Leistungen dennoch in Anspruch genommen werden können und wird sich in Kürze bei den betroffenen Reisegästen melden.

Der Deutsche Reisesicherungsfonds ist für alle Reisen zuständig, die von Unternehmen verkauft wurden, die vom DRSF abgesichert waren. Die Nationalität der Reisenden spielt dabei keine Rolle: Pauschalreisen, die bei Unternehmen der FTI Group gebucht wurden, für die beim DRSF ein Absicherungsvertrag bestand und für die ein Reisesicherungsschein vorliegt, sind abgesichert. Für Reisen, die über die FTI Schweiz verkauft wurden, gilt das nicht. Hier sind die jeweiligen lokalen Absicherer/Versicherer zuständig.